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Burg Trausnitz im Tal

Burgen, Ruinen und Schlösser

Stolz erhebt sich die Burg Trausnitz, in der auch ein Teil der Jugendherberge untergebracht ist.

Geschichte der Burg Trausnitz:
Schon vor mehr als 1200 Jahren war in der Gegend des heuten "Trausnitz" eine dörfliche Ansiedlung. Wegen der Gefahr von Überfällen durch die räuberischen Awaren, einem Reitervolk aus dem Osten, erbauten die Dorfbewohner des damals vermutlich als Sachsenkirchen oder -hausen bekannten Dorfs im 8. Jahrhundert (um 794) den noch heute in der Dorfmitte, erhaltenen Sachsenturm. Eine Fluchtburg und das älteste, wehrhafte Gebäude in der Gegend. Im Erdgeschoss wurde das Vieh gehalten. Auf die erste Zwischendecke stapelte man die Vorräte und im zweiten Zwischengeschoss wurden Frauen und Kinder geschützt. Die wehrhaften Männer wachten auf dem flachen Dach bis die Feinde wieder abgezogen.

Da die Bevölkerung beständig wuchs, erbaute man im 13. Jahrhundert die Burg, die im Jahre 1261 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Fluchtburg war so sicher, dass sie dem Dorf Trausnitz - "Traust dich nicht" - ihren neuen Namen gab. Das starke, nur durch die Eingangspforte zu passierende Mauerwerk mit den wenigen und kleinen Fensteröffnungen nach außen - meist noch sehr hoch über dem Boden - ließ Reitervölkern, die keine Brech- und Steigwerkzeuge mit sich führen konnten, keine Chance einer Erstürmung.

Die Burg bot ausreichend große Lagermöglichkeiten für Vorräte und Vieh sowie ein Obergeschoss für den Aufenthalt der Dorfbevölkerung. Der Turm, auch Bergfried genannt, konnte als letzte Fluchtmöglichkeit nur aus den Räumen des Obergeschosses über die damals lose auf den Steinen aufgelegte Brücke erreicht werden, die man einfach hinter sich in den Burghof warf. Im Mauerwerk des Bergfrieds eingebaute Nischen, die nur von innen erkennbar sind, dienten dem Durchbruch aus dem Turm, sobald die Gefahr wieder vorbei war.

Zwischen den Jahren 1322 - 1325 stand die Burg im Mittelpunkt deutscher Geschichte. Nach dem Tod des alten Königs Heinrich VII. wählte die Versammlung der Fürsten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nationen einen neuen König. Die Wahl fiel unentschieden aus. Sowohl Ludwig IV., genannt der Bayer, als auch sein Cousin Friedrich III., der Schöne, von Österreich waren gewählt.
Obwohl gemeinsam aufgewachsen, entbrannte ein erbitterter Konkurrenzkampf zwischen den beiden, der am 28. September 1322 in die berühmte Schlacht bei Ampfing in Niederbayern mündete. Ludwig der Bayer besiegte Friedrich den Schönen und nahm ihn gefangen. Er brachte ihn ins abgelegene Trausnitz, wo damals sein getreuer Ritter Weigand von Stein herrschte.
Friedrich der Schöne, ein Habsburger, wurde in das Turmzimmer gebracht und an vier stabilen, in den Ecken der Decke eingemauerten Ketten, an Händen und Füßen angeschmiedet, so dass er gerade bis zu den vier Turmfenstern gelangen konnte. 1325 gelang es den Beichtvätern der beiden Gegner, eine Versöhnung in die Wege zu leiten. Friedrich der Schöne, an Leib und Seele gebrochen, verzichtete auf das Regieren und der Wittelsbacher Ludwig der Bayer beendete die Gefangenschaft.
In der neben dem Sachsenturm erbauten Pfarrkirche, die seither als Versöhnungskapelle bezeichnet wird, knieten die Vettern vor dem Altar nieder und versöhnten sich am 13. März 1325. Beide führten den Titel "König", aber Friedrich zog sich als todkranker Mann nach Österreich zurück. 1330 starb er. Ludwig der Bayer regierte bis 1346 als deutscher Kaiser.

Die Burg Trausnitz hatte bis vor ca. 400 Jahren die verschiedensten Ritter und Adeligen als Besitzer und Herren. Lange waren dies die Grafen Zenger von Zangenstein, deren Wappen auf die wirtschaftliche Bedeutung der Oberpfalz, als "Ruhrgebiet des Mittelalters", verweist. Im Jahr 1830 kaufte König Ludwig I. die Burg, die noch heute im Eigentum des Freistaats Bayern steht.

Bereist nach dem 2. Weltkrieg wurde in der Burg ein Erholungsheim für Kinder und Jugendliche eingerichtet. In den 60er Jahren übernahm das Deutsche Jugendwerk die Trägerschaft. 1997 erfolgte, in Zusammenarbeit des Freistaates Bayern, der Gemeinde Trausnitz und des deutschen Jugendwerks eine Totalrestaurierung der Burg sowie die Erweiterung der Jugendherberge auf das umliegende Gelände und das benachbarte Feldschlössl.

Heute befindet sich in der neu sanierten Burg eine Jugendherberge mit ganz besonderem Ambiente und speziellen Ritterangeboten. Aber auch zahlreiche weitere Angebote zum Erleben der wilden Naturlandschaft des Pfreimdtals samt Stausee bietet die Jugendherberge an.

Autor
Tourismuszentrum Landkreis Schwandorf
Tourismuszentrum Landkreis Schwandorf
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Zuletzt geändert am 27.07.2017 12:16:00

Öffnungszeiten



Besichtigung:Feste Termine für Burgführungen siehe "Burgensommer Oberpfälzer Wald"; Gruppenführungen ab 20 Personen auf Anfrage (Tel. 09655/92150).


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