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Ringelfelsen (Rinnlstein)

Sehenswertes, Naturdenkmal

Rastplatz Ringelfelsen mit Ringelfelsen-Hütte.

Der auf ungefähr 653 m ü.NN (N 49.952193, O 12.397851) gelegene Ringelfelsen (Rinnlstein, Ringelstein) besteht aus Gestein aus den Kindertagen der Erde. Diese Phyllite (Schiefer) entstanden im Erdzeitalter des Kambriums (Paläozoikum) vor ungefähr 541 bis 485,4 Millionen Jahren. Damals begannen sich in der „Kambrischen Explosion“ infolge veränderter Umweltbedingungen im Meer fast alle heutigen Tierstämme zu entwickeln.
Diese Gesteine erstrecken sich regional im Osten in Tschechien fast bis hin nach Stará Voda, laufen dann östlich des Bergrückens des Tillenberges über die Erhebung des Schopfberges bis zur Nikolauskirche Högelstein und weiter nach Wondreb, das auch den südlichsten Punkt des Vorkommens markiert. Im äußersten Nordwesten reicht es bis ins Fichtelgebirge hinein, wo der Röslaudurchbruch „Gesteinigt” bei Arzberg den Abschluss bildet.
Der Ringelfelsen (Rinnlstein) gehört geologisch zum Waldsassener Schiefergebirge und ist in der näheren Umgebung die größte zusammenhängende Felsformation. Der kleinere Untere Ringelfelsen ist, etwas bergab gelegen, weniger hoch, aber wegen der Zerklüftung trotzdem sehr interessant. Viele oberirdischen Felsformationen im Gebiet der Marktgemeinde Neualbenreuth zeigen teils umfangreiche Einlagerungen an Quarzen. Diese Quarzgänge waren zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert für die regionalen bescheidenen Goldfunde als Wasch- und Berggold verantwortlich. Schürfspuren gibt es hier keine, wohl aber am nahen Gipfel des Heidelberges und an dessen Fuß am Pointmühlbach.
 
Seinen Namen verdankt der Ringelfelsen (Rinnlstein) dem Rinnlbrunnen, einer nahen Quelle und süd-westliches Grenzmal des historischen Frais(ch)gebietes. Der Begriff „Rinnl“ rührt aus dem Althochdeutschen von der Rinne („rinna“) und dem Rain („rein“), die beide zusammen Geländeformation und Grenzverlauf rund um die Quellschüttung (Rainbuche) beschreiben.
 
Schon lange als Wanderziel und Rastplatz beliebt, entstand hier 1947 nach anfänglich einfachen Sitz- und Unterstellmöglichkeiten eine erste hölzerne Unterkunftshütte. Diese wurde vom Verein der Naturfreunde Waldsassen übernommen und nach einem Brand durch eine gemauerte ersetzt. Ein Kreuz ziert seit 1977 die überhängende Felswand, als der erste der über einen langen Zeitraum stattfindenden Waldgottesdienste hier abgehalten wurde.
Mehrere Kletterrouten führen durch die Wände, zudem nutzen Freikletterer den Fels zum Üben, der trotz der geringen Höhe mit seinem Überhang einen der höchsten alpinistischen Schwierigkeitsgrade aufweist.

Autor
Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Tirschenreuth
Quelle
Hüttenwart Michael Rückl
Zuletzt geändert am 12.08.2021 10:26:00

Öffnungszeiten


Die Rastplatz Ringelfelsen hat immer am letzten Sonntag im Monat zwischen Ostermontag und Allerheiligen zu den Hüttensonntagen geöffnet.


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