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Kommunbrauhaus Mitterteich

Historische Stätten, Brauereien, Industrie-/Werksbesichtigung

Das Mitterteicher Kommunbrauhaus in der Vorstadt wurde bereits im Jahr 1864 erbaut.

1863/64 trat eine wesentliche Veränderung durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz ein. Durch eine direkte Verbindung von Marktplatz zum Bahnhof musste das alte Kommunbrauhaus weichen, das neue wurde dann in der Vorstadt (1864) gebaut.

Der Vorgänger dieses Kommunbrauhauses stand vor mehr als 150 Jahren mitten auf der heutigen Bahnhofstraße.  Die Eisenbahn wollte 1864 in Mitterteich einen Bahnhof bauen. Sie machte zur Bedingung, dass vom Bahnhof ein direkter Weg zum Markt bestehen sollte. Eine geschlossene Häuserfront verhinderte zu der Zeit diesen Zugang wegen des Brauhauses. Diese Forderung ging aber nicht reibungslos über die Bühne. Das alte Sudhaus in der Häuserzeile war schon etwas schadhaft  und bedurfte der Renovierung.  Während ein Teil der Gemeindebevollmächtigten für einen Abriss und einen Neubau war, war der Rest der Marktvertreter dagegen. Sie beschwerten sich bei der königlichen Regierung. Diese ordnete den Neubau an und befahl gleichzeitig, die dadurch entstehenden Kosten mit einem Malzaufschlag auszugleichen. Der damals in der heutigen Vorstadt stehende Backofen wurde in das neue Kommunbrauhaus mit einbezogen.
Die erste Innenausstattung des Brauhauses war noch sehr einfach. Erst 1911 wurde das Haus mit maschineller Einrichtung versehen, die dann elektrisch betrieben wurde.
Weil es die Möglichkeit zum Kühlen des Sudes noch nicht gab (heute erfolgt das in modernen Kühlanlagen) durfte nur zu bestimmten Jahreszeiten – von Herbst bis zum Frühjahr – also von Michaeli, 29. September, bis Walburgi, 30. April, - gebraut werden.
Seit 1651 hat jeder Bürger von Mitterteich, der Haus und Grundbesitz hat und das Bürgerrecht besaß, ein Braurecht. Um die Brautätigkeit auszuüben zu können, war es nötig, einen Lagerkeller zu besitzen. Das verlangte die Brauordnung. Brauen durften unabhängig von diesen Bestimmungen der Pfarrer und der Bürgermeister. Auch die Pfarrer von Leonberg und Wiesau brauten in Mitterteich. Auch heute üben noch einige Hausbrauer ihr Braurecht aus. Sie haben sich zu einer Braugemeinschaft zusammengeschlossen. Sie brauen einmal im Jahr die volle Hektoliter Zahl (42 hl). Die Menge wird dann unter den Interessenten aufgeteilt. Jeder Hausbrauer darf bis zu zwei Hektoliter Zoigl herstellen, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen. Er ist aber nicht berechtigt, Zoiglbier zu verkaufen oder auszuschänken.




Autor
Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Tirschenreuth
Quelle
Zuletzt geändert am 10.06.2021 07:41:00

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