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Burgturm und Burgruine Thanstein

Burgen, Ruinen und Schlösser

Der Blick vom Turm reicht bis in den Böhmerwald im Osten, im Nordosten ist der Frauenstein zu sehen. Südöstlich Arber und Osser im Bayerischen Wald, im Süden der Schwarzwihrberg.

1218 wurde erstmals ein Ritter "Uto die Tannstein" urkundlich erwähnt. Mit dem letzten Tannsteiner errang das Geschlecht auch seinen höchsten Aufstieg. Alto de Tannstein war von 1358-1385 Abt des Klosters St. Emmeran in Regensburg. Er war der Erbauer des gotischen Kreuzgangs im heutigen Schloss Thurn und Taxis, außerdem der erste Wappenträger unter den Äbten des Klosters. Sein Grabstein steht heute noch im linken Seitenschiff von St. Emmeran.

Die Burg Thanstein kam von 1353-1548 an die Zenger. Unter ihnen verfiel jedoch das Rittertum, artete schließlich zum Raubrittertum aus. Durch Einheirat folgte das Geschlecht der Ebleben. Der Sachse Georg von Ebleben brachte aus seiner Heimat den evangelischen Glauben mit. Im Drießigjährigen Krieg kämpften die Ebleben auf Seiten ihrer schwedischen Glaubensbrüder und wurden im Zuge der Gegenreformation enteignet. Maximilian von Bayern übertrug die weitgehend zerstörte Burg 1631 einem seiner Generäle. Nach dem Friedensschluss bekamen die Ebleben ihren Besitz zurück. 1811 brannte die Burg nieder. 1846 wurde die Herrschaft zertrümmert. 1887 wurde der 17 Meter hohe freistehende Rundturm, welcher aus Granitbruchsteinen und Quadern besteht, restauriert.


Autor
Tourismuszentrum Landkreis Schwandorf
Tourismuszentrum Landkreis Schwandorf
Quelle
Zuletzt geändert am 28.04.2015 06:41:00

Öffnungszeiten


Es laufen derzeit Bestrebungen der Gemeinde Thanstein den Burgturm zugänglich zu machen.


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