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Winter am Murner See, © Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald

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Mutprobe vor der Bescherung: die "Specht" kommt!

"Wetza, wetza, Bauchaufschneida"

24. 12. 2017: So manch Erwachsener hat heute noch schaurige Erinnerungen an die "Specht", die mit ihrer gruseligen Erscheinung den Kindern das Fürchten lehrte.

Obwohl dieser uralte Brauch zeitweise als ausgestorben galt, gibt es heute noch einige Orte im nördlichen Oberpfälzer Wald, in denen an Heiligabend vor dem Christkind erst die „Specht“ ihr Unwesen treibt. Um die Mittagszeit taucht die gruselige Frauengestalt maskiert mit Lumpen, Stroh, langen Schnabel mit Sichel oder Schere in der Hand in Schönficht, Konnersreuth, Münchenreuth, Pleußen und Maiersreuth auf. Mit dem blutrünstigen Spruch „Wetza, wetza, Bauchaufschneida“ war sie vor allem in früheren Zeiten der Albtraum aller Kinder, die sie quer durch den Ort jagte. Doch ohne Specht auch kein Heiligabend, denn diese vertreibt schließlich die bösen Geister aus dem Dorf. Daher mussten die Kinder helfen, Essensreste unter den Obstbäumen im Garten auszubringen, um die Specht zu besänftigen. Recht anspruchsvoll ist die grausige Dame nicht – Zwetschgenkerne oder Fischgräten sind die übliche Kost. Zusätzlich galt es für die Kinder, die Obstbäume kräftig zu schütteln um sicherzustellen, dass diese im nächsten Jahr reiche Früchte tragen.

Heute ist der schaurige Brauch deutlich entschärft, doch auch so flößen die verkleideten „Spechtn“ dem Nachwuchs ordentlich Respekt ein. Wer sich in ihre Nähe traut, bekommt heutzutage sogar eine süße Belohnung. Die traditionellen Zeiten der Specht-Erscheinungen (jeweils in der Ortsmitte) am 24. Dezember sind: Schönficht und Konnersreuth um 12 Uhr, Münchenreuth und Maiersreuth bei Neualbenreuth um 13:00 Uhr und Pleußen um 12:30 Uhr.

Änderungen vorbehalten, weitere Informationen ab Anfang Dezember.

 

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