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Evang. Stadtkirche

Kirchen

Seit 1417 läßt sich in Vohenstrauß ein Gotteshaus nachweisen, ohne Zweifel Vorgängerin der heutigen Evang. Stadtkirche ...

Seit 1417 läßt sich in Vohenstrauß ein Gotteshaus nachweisen, ohne Zweifel Vorgängerin der heutigen Evang. Stadtkirche oberhalb des Marktplatzes. Dieses hat ihre heutige Gestalt jedoch erst 1845 erhalten, nachdem ihre Vorgängerinnen jeweils durch verheerende Brände 1763 und 1839 in Schutt und Asche gelegt worden waren.


Wesentlich älter freilich als die Evang. Stadtkirche in Vohenstrauß ist die (noch heute!) Simultankirache in Altenstadt b. Vohenstrauß, die bereits 1124 von Bischof Otto von Bamberg geweiht worden ist.


1542 wurde im Herrschaftsbereich des Herzogs Ottheinrich von Pfalz-Neuburg die Reformation eingeführt. Unter Pfalzgraf Friedrich nahm die Pfarrei Vohenstrauß unerhörten Aufschwung. (Errichtung einer Superintendur 1596).


1652 schließlich wurde das Simultaneum zur Beendigung der Religionsstreitigkeiten eingeführt, das in Vohenstrauß erst 1913 vertraglich beendet und 1928 mit dem Bau der kath. Pfarrkirche praktisch vollzogen wurde. Erhalten geblieben ist die Simultankirchenstiftung zur Verwaltung des großen Simultanwaldes und der Simultankirche in Altenstadt.


Einen großen Einschnitt bedeutete das Jahr 1945: Auf einmal gab es in nahezu allen Märkten des damaligen Landkreises Vohenstrauß zahlreiche evangelische Christen. Gottesdienststationen wurden notwendig in Tännesberg, Moosbach, Eslarn, Pleystein, Waidhaus und Waldthurn. Auch wenn in den letzten Jahren die Zahl der Evangelischen dort stark zurückgegangen ist, so sind wir nach wie vor in kath. Kirchen zu Gast: in "St. Jodok", Tännesberg, in der "Wieskirche" Moosbach, in der "Kapelle am Friedhof" in Eslarn und neuerdings in der Kapelle der "Seniorenresidenz Evergreen" in Waidhaus. Nur dank des Einsatzes von tüchtigen Lektoren ist dieses große Gottesdienstprogramm zu bewältigen. Schwieriger jedoch wird von Jahr zu Jahr die Organisation des evang. Religionsunterrichts.


Wie kaum ein anderer Ort wurde Vohenstrauß von der Strukturkrise erfaßt mit der Folge großer Arbeitslosigkeit. Der Evang. Hilfsverein, 1897 von Pfarrer Gottfried Sperl gegründet und Träger eines Hortes und eines dreigruppigen Kindergartens, konnte mit der Einrichtung des "Werkhofs" ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung setzen.


Der rührige Frauenbund ist aus unserer Gemeinde ebensowenig wegzudenken wie die lebendige Seniorenarbeit und die qualifizierte Arbeit in Kirchen- und Posaunenchor. Großen Aufschwung hat in den letzten Jahren die Kinder- und Jugendarbeit genommen einschließlich der Mutter - Kind - Gruppen. Besonders erfreulich ist das ökumenische Miteinander hier am Ort.


Ohne die vielen engagierten und kompetenten Mitarbeiter sähe die "Baustelle Kirche" trist und öde aus. So aber sind wir dankbar für das Leben, das auf der Baustelle herrscht - in der Hoffnung, daß auch in Zukunft viele Menschen hier Gott als dem Baumeister ihres Lebens begegnen und Heimat finden unter dem Dach der evang. Kirche.

Autor
Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab
Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab
Quelle
Pfarrer Peter Peischl
Zuletzt geändert am 07.01.2016 08:54:00
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