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Goldlehrpfad Oberviechtach

Goldstück Bayerns
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Legende

Übersicht

  • Standort:Oberviechtach
  • Schwierigkeitsgrad:mittel
  • Streckenlänge:15,5 km
  • Dauer:04:00 h
  • Höhenmeter:301 m
  • Toureninfo: PDF

Tourbeschreibung:


Bei dem Stichwort Goldrausch denkt man zuerst an den wilden Westen und noch nicht an das Oberviechtacher Land – den friedlichen Osten. Doch bereits im Mittelalter kamen hunderte von Schürfern – auch Venezianer genannt - von weit her, um in den goldführenden Bächen das Edelste aller Metalle vom Erdreich zu trennen. Vom Goldfieber angesteckt durchwühlten die Glücksritter den Waldboden und sichtbare Spuren haben sich erhalten: in den historischen Abbaugebieten gibt es Bodendenkmäler wie Halden, Seifenhügel und Pingen aus dieser Zeit zu entdecken.

Der neu angelegten Goldlehrpfad verbindet drei Hauptbereiche: Entlang des Gütting-Rundwanderwegs (3 km), Falzbachwegs mit Totenbrettern (4,5 km) und der Stangenberg-Runde (2,5 km) informieren 12 Goldstationen den Wanderer.

Die goldige Tour beginnt beim Info-Pavillon Gütting, was so viel heißt wie „gute Stelle“, südöstlich von Unterlangau. Im Güttingwald war das ehemalige Goldbergwerk Langau angesiedelt und ganz in der Nähe liegt das mysteriöse Güttingloch. Eine Nachbildung stellt das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum Oberviechtach für Besucher aus. Bis heute verbirgt es seine Geheimnisse – völlig versumpft und unendlich tief soll es sein. Beim Unterlauf des Tannerlbachs und des Braunbeergrabens entdeckt der aufmerksame Wanderer Schürfgräben und –löcher sowie Halden einer zentralen Goldwäscherei. Der kleine Forellenbach unterstreicht die idyllische Waldlandschaft, die dem Wanderer an warmen Sommertagen Schatten spendet. Vorbei am Greiner-Weiher mit der ehemaligen Greinerschleife erreicht man schließlich wieder die Info-Stelle.

Der zweite Abschnitt beginnt: Auf dem ehemaligen Langauer Kirchsteig stehen am Wegesrand der dichten Nadelgehölze verschiedene Gruppen mit Totenbrettern. Dem alten Volksglauben nach hat die Seele des Toten so lange keine Ruhe, bis das Totenbrett gänzlich zerfallen ist. Um den Vorgang zu beschleunigen, bevorzugte man weiches Holz, das zudem der Witterung ausgesetzt wurde. Interessant ist, dass sich auf diesem Weg die Grenze zwischen den liegend (Norden) und den stehend (Süden) aufgestellten Brettern befindet.

Nach der Informationstafel über die Totenbretter beginnt der dritte Teil der Wanderung: Die Stangenberg-Runde führt zur Silberhütte und dem Hofgut Stangenberg. Trichterförmige Gruben sind vorherrschend. Über den Falzbachweg geht´s zurück zum Ausgangspunkt.

Familientipp: Eine Kindergeburtstagsfeier der Extraklasse bietet die Tourst-Information Oberviechtach: „Auf den Spuren der alten Goldgräber“ können sich die als Venezianer gewandeten Kinder vom Goldfieber anstecken lassen. Mit Gummistiefeln, Goldwäscherschüsseln und Abenteuerlust wird eifrig nach dem glitzernden Flitter im Bach gewaschen.

Autor
Tourismuszentrale Oberpfälzer Wald
Tourismuszentrale Oberpfälzer Wald
Quelle
Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald, Landkreis Schwandorf
Zuletzt geändert am 12.01.2017 15:45:50