Natur
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Natur und Landschaft

Landschaftsökologische Gliederung
Die nordöstlichen Teile werden landschaftsökologisch dem "Inneren oder Hinteren Oberpfälzer Wald" zugeordnet. Die westlichen Teile erreichen das sogenannte Naabgebirge oder Naabhügelland. Das südliche Gebiet umfasst im wesentlichen die zentralen Teile des "Vorderen Oberpfälzer Waldes". Dieser geht jenseits des Pfahls in das Oberpfälzer Bruchschollenland über, das Teil des benachbarten Naturparks "Oberer Bayerischer Wald" ist. Im Osten angrenzend befindet sich der "Vordere Bayerische Wald". Nördlich schließt sich der "Nördliche Oberpfälzer Wald" an, der ebenfalls zu einem Naturpark zusammengefasst wird. 

Die Höhenlage schwankt von den Flusstälern mit nur knapp über 350 Höhenmetern bis zu Höhen von 500 und 700 Metern über Meeresspiegel. Die Mittelgebirgslagen im Schönseer Land erreichen gar 700 bis 900 Meter über NN. Die höchsten Bergrücken dort sind der Eibenstein (709 m), Wildenstein (744 m), Frauenstein und Signalberg (890 m) und der "Bügellohe/Reichenstein/Weingartner-Fels"-Rücken, der bis 896 m ansteigt und gleichzeitig auch die höchste Erhebung im Landkreis Schwandorf ist. Im Bereich des Naabgebirges im Nordwesten des Naturparks werden immerhin auch noch 626 m über NN erreicht.

 

Klima
Klimatisch ist das Gebiet allgemein als rauh zu bezeichnen. Ausgiebigere Schneefälle im Winter und Steigungsniederschläge in der Mittelgebirgslage. Eine klimatische Besonderheit ist der sog. "Böhmisch" oder "Böhm-Wind", ein meistens kalter Festlandswind, der aus Osteuropa nach Böhmen und ins bayerisch-böhmische Grenzgebiet bläst.

 

Natur und Landschaft
Der Oberpfälzer Wald wird geprägt vom Urgestein - also von Graniten und Gneisen. Diese Gesteine sind rund 500 Millionen Jahre alt und gehören zu den ältesten landschaftsbildenden Gesteinen. Der Oberpfälzer Wald ist ein Teil des herzynischen Gebirgsraumes im Zentralen Mitteleuropa. Es umfaßt das Gebiet vom Fichtelgebirge über den Böhmerwald bis hinunter nach Passau zum "unteren Bayerischen Wald". Innerhalb dieses großen Komplexes hat der Oberpfälzer Wald seine spezifischen und charakteristischen, naturräumlichen Besonderheiten, die ihn von den übrigen Teilen unterscheiden. Zahlreiche Flusstäler durchschneiden die kupierte, hügelige Landschaft. Naab und Schwarzach sind die Hauptflüsse. Wichtige Nebenflüsse sind die Pfreimd, die bei der gleichnamigen Ortschaft in die Naab mündet. Murach und Ascha fließen zur Schwarzach, die bei Wölsendorf in die Naab mündet. Um die regelmäßig auftretenden Hochwässer der Schwarzach einzudämmen, wurde bei Eixendorf ein Stausee-Speicher erbaut.

 

Eine weitere charakteristische Eigenart im Landschaftsbild des Oberpfälzer Waldes sind die zahlreichen Weiher, die überwiegend zur Karpfenzucht genutzt werden. Vor allem zwischen Schwandorf und Schwarzenfeld im "Charlottenhofer Weihergebiet" und in vielen kleinen Weihergruppen an den Dörfern prägen die "Stehendgewässer" die Landschaft. Aus der besonderen Hervorhebung vieler Fließ- und Stehendgewässer wird die Bedeutung des Wassers im Naturpark Oberpfälzer Wald besonders deutlich.

 

Das zweite landschaftsprägende Element ist der Wald. Die Naturparkfläche ist zu mehr als 40 % bewaldet. Im Nordosten, im grenznahen Gebiet, sind sogar über 60 % der Fläche bewaldet. Die größte Bedeutung hat das Nadelholz, das auf rund ¾ der Wäldfläche dominiert, stellenweise setzt sich der Wald zu über 90 % aus Fichte und Kiefer zusammen. Auch besonders seltene Pflanzengesellschaften wie "Orchideen- oder Enzianwiesen" haben im Naturpark noch ihre Heimat. Aufgrund der zahlreichen Grenzertragsstandorte für die Landwirtschaft nehmen extensiv genutzte und sowohl für das Landschaftsbild als auch für den Naturschutz besonders bedeutsame Feuchtwiesen einen immer größeren Raum ein. Überregional bedeutend ist das im Osten des Naturparkgebietes liegende "Prackendorfer und Kulzer Moos", ein über 80 Hektar großes Moorgebiet, das unter Naturschutz steht.

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