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Glasstraßenpreis für Friedensengel

Erwin Otte ist Preisträger 2016

Erwin Otte aus Reuth b. Erbendorf erhält den Glasstraßenpreis 2016 des Tourismusverbandes Ostbayern für seinen Gläsernen Friedensengel auf einer alten Panzersperre in Windischeschenbach.

Erwin Otte ist einer, der Spuren hinterlässt. Oft kommen diese an ganz alltäglichen Orten daher – als Installation auf dem Kreisverkehr in Wiesau etwa oder als Brunnen im Waldsassener Bankgebäude. Ganz heimlich, still und leise verankern sich Ottes Werke so in unseren Köpfen. Von dem glutroten Friedensengel, der seit diesem Jahr die alte Panzersperre an der Bahnlinie bei Windischeschenbach besetzt: der fällt auf, leuchtet, sticht hervor. Und er hat Erwin Otte den Glasstraßenpreis 2016 des Tourismusverbandes Ostbayern eingebracht.

Ein Zeitungsbericht über die Panzersperre als Relikt des kalten Krieges hatte den Künstler bereits 1996 inspiriert. Hinzu kam ein außergewöhnlich geformter Stein, den er auf einer seiner Wanderungen fand: im rauen Stein erkannte er eine Engelssilhouette. Damit war die Idee des Friedensengels auf der Panzersperre geboren – doch Überzeugungsarbeit beim Grundstückseigentümer, der Bahn, beim Verteidigungsministerium, der Denkmalschutz und nicht zuletzt zahlreiche andere Projekte verzögerten die Umsetzung immer wieder. 2016, also genau 20 Jahre nach dem Zeitungsbericht, gibt es nun ein doppeltes Happy End für Erwin Otte und seinen Friedensengel: Im April ist das Werk endlich vollbracht, der Engel auf der Panzersperre gelandet – und am 28. November erhält der Künstler dafür den renommierten Glasstraßenpreis des Tourismusverbandes Ostbayern.

Die ostbayerischen Regionen Oberpfälzer Wald und der Bayerische Wald gehören zu den herausragenden Glaszentren Europas. Nirgends sonst gibt es eine derartige Dichte an Glaskünstlern und glasproduzierenden Betrieben. Die Glasstraße hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Ferienstraßen und Ausflugsrouten in Deutschland entwickelt. Zur Förderung der Aktionen, Beiträge und Produkte, die die Glasstraße beleben und die das Glas aus dem Oberpfälzer Wald und dem Bayerischen Wald in den Mittelpunkt stellen, schreibt der Tourismusverband Ostbayern seit dem Jahr 2000 im zweijährlichen Rhythmus den Glasstraßenpreis aus, heuer zum neunten Mal. Die drei Preisträger erhielten neben einem Preisgeld und einer Urkunde eine Glastrophäe, die Glaskünstler Theodor Sellner als Einzelstück exklusiv für den Glasstraßenpreis fertigt und zur Verfügung stellt.

Einer der Preisträger 2016 ist der freischaffende Kunstmaler und Bildhauer Erwin Otte, der in Reuth bei Erbendorf im Oberpfälzer Wald lebt und arbeitet. Für den Glasstraßenpreis 2016 hatte er sich mit seinem Projekt Gläserner Friedensengel beworben. Die Errichtung des Friedensengels hat weitreichenden historischen Hintergrund. Direkt an der Glasstraße, an der Bahnstrecke Hof-Regensburg zwischen Windischeschenbach und Neuhaus, wurde im Kalten Krieg eine sieben Meter hohe Panzersperre errichtet. Der Betonklotz von damals ist heute der Sockel, auf dem der Gläserne Friedensengel steht. Das Kunstwerk, das in der Signalfarbe rot gestaltet wurde, ist ein Symbol des Friedens. Die konkaven Flügel nehmen schützend die Erdrundungen auf und deuten auf eine intakte Umwelt als Grundlage jeglichen Lebens hin. Die schwarz strukturierte Linien zeigen mahnend auf das Negative. Besonders auffällig ist der dritte Flügel, der den gläsernen Friedensengel ziert – er gilt als Symbol für ein hoffentlich friedvolles Jahrtausend. Ein Wunsch, der heute aktueller scheint denn je.

Weiterer Preisträger ist das Bild-Werk Frauenau e.V. mit seiner internationalen Sommerakademie; der Ehrenpreis ging an Günther Keilwerth, Abteilungsdirektor a.D. bei der Regierung von Niederbayern, für sein langjähriges Engagement in der Wirtschafsförderung.

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